50 Jahre Bürgerschaft Riddagshausen

Alles begann mit einem kritischen Blick auf die schiefe Wetterfahne der Klosterkirche, die dem Riddagshäuser Bürger Richard Borek (1911-1993) bei einem Spaziergang Mitte der 1960er Jahre ins Auge fiel. Der schlechte Bauzustand der alten Kirche gab ihm zu denken und er sah es als seine Pflicht an, etwas dagegen zu unternehmen. Auch erkannte der erfahrene Kaufmann das Potenzial, das Riddagshausen hatte, wenn man sich darum kümmerte. So gründete Richard Borek 1968 die Bürgerschaft Riddagshausen mit Freundeskreis e. V., um „Kloster Dorf und Naturschutzgebiet Riddagshausen vor der Vernachlässigung zu bewahren“.

Seitdem sind 50 Jahre vergangen und „wir haben viel angestoßen, gehegt, gepflegt, weiterentwickelt und geschützt“, bemerkte Henning Borek, Vorsitzender der Bürgerschaft, an der Jubiläumsfeier vor rund 200 Gästen am 28. November 2018 im Grüner Jäger. Dazu zählte er unter anderem den Aufbau der Bockwindmühle, die Eröffnung des Zisterziensermuseums, die Bewirtschaftung des Kreuzteichs und nicht zuletzt die Sanierung von Haus Entenfang mit dem neuen Naturerlebniszentrum.

Braunschweigs Bürgermeisterin Annegret Ihbe hob in ihrer Rede an diesem Festabend das starke bürgerschaftliche Engagement hervor, das die Mitglieder der Bürgerschaft über Jahrzehnte an den Tag gelegt und somit auch die Lebensqualität der gesamten Stadt gesteigert hätten. Sie wies zudem auf die neuen Bildungsmöglichkeiten hin, die das Naturerlebniszentrum Haus Entenfang, an dessen Sanierung die Stadt in erheblichem Umfang beteiligt war, bietet.

Tobias Henkel, Direktor der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz (SBK), lobte in seinem Festvortrag seinerseits die Bürgerschaft speziell als Garant dafür, dass die alte Klostertradition in Riddagshausen eine Zukunft habe. Als Eigentümerin der Klosterkirche kümmert sich der SBK seit 2014 um die Anlage. An der Aufwertung des gesamten Areals waren neben der Bürgerschaft auch die Richard Borek Stiftung, die Evangelisch-lutherische Landeskirche, die Evangelische Stiftung Neuerkerode und die Kirchengemeinde Riddagshausen-Gliesmarode beteiligt.


Gemeinsam in die Zukunft

 

Ab 2019 geht die Bürgerschaft Riddagshausen gemeinsam mit dem Förderverein Naturschutzgebiet Riddagshausen e. V. in eine neue Zukunft. Beide Vereine haben fusioniert und werden am 4. April auf der ersten Jahreshauptversammlung ihren neuen Namen bekannt geben.  „Die beiden Vereine haben ähnliche Ziele, da macht es keinen Sinn Doppelstrukturen aufrecht zu erhalten“, erklärt Henning Borek und sagt weiter, „Wir wollen mit vereinten Kräften ein neues Kapitel für Riddagshausen aufschlagen.“ Durch die Fusion rückt der Naturschutz künftig noch stärker in den Fokus. Ziel ist vor allem, Naturschutz und Naherholung in Einklang zu bringen.

 

 

 

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